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Artikel aktualisiert am 30.05.2018

L-Arginin

L-Arginin wird als proteinogene αAminosäure bezeichnet und ist für den Menschen semi-essentiell. Das bedeutet sie kann vom Körper selbst oder durch andere Nährstoffe produziert werden. Was L-Arginin jedoch so besonders macht, sind seine vier Stickstoffgruppen, die sonst keine andere Aminosäure aufweisen kann. Diese sind für den von uns so sehr geliebten Pump, also der Gefäßerweiterung durch welche mehr Blut in den Muskel gepumpt wird, verantwortlich. Welche positiven Effekte dieser Wirkstoff noch mit sich bringt und welche Auswirkungen ein Irrglaube sind erfährst du im folgenden Text.

 

L-Arginin Strukturformel

L-Arginin Strukturformel

 

 

1. Was ist L-Arginin?

L-Arginin, oftmals auch nur als Arginin bezeichnet, sorgt durch seine vier Stickstoffe für eine Erweiterung unserer Gefäße. Es wird im Harnstoffzyklus produziert.

Medizinische Verwendung

L-Arginin wird in der Kinderheilkunde als auch zur Behandlung von schweren metabolischen Alkalosen verwendet. Auch in Zahnpasta wird diese Aminosäure verwendet um in Kombination mit Calciumcarbonat und Fluorid eine verbesserte Remineralisierung zu erzeugen.

 

Potenzsteigernde Wirkung

Irrtümlicher Weise wird L-Arginin eine Potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Diese ist fast auf allen Informationsseiten über den Wirkstoff nachzulesen, wurde aber 2011 von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als wissenschaftlich nicht gerechtfertigt beurteilt.

 

Weiterhin ist Creatin auch unter den Namen

  • „S-Arginin“
  • „Arginin“
  • „α-Amino-δ-guanidinvaleriansäure“

bekannt.

 

2. Wie wirkt L-Arginin?

Pump

Im Körper wird L-Arginin durch seine vier Stickstoffgruppen zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt. Dies sorgt wiederum dafür, dass die Gefäßwände erschlaffen und sich dich Gefäße somit ausdehnen können. Wir alle lieben den Pump und deshalb ist L-Arginin ein absolutes muss in jedem Booster. Wie schon Arnold Schwarzenegger zum Pump sagte:

 

„It is as satisfying to me as cumming is.“

(„Es ist so befriedigend für mich wie zu kommen.“)

 

Arnold Schwarzenegger durch L-Arginin zum Pump 1974

Arnold Schwarzenegger 1974

 

Immunsystem

Aber nicht nur für den Pump, sondern auch für unser Immunsystem ist L-Arginin gut. Es sorgt es dafür, dass eine verbesserte Immunantwort auf verletzungsbedingte Funktionsstörung eintritt und wirkt antibakteriell.

 

 

3. Welche Nebenwirkungen hat L-Arginin?

L-Arginin ist mit keinen bekannten Nebenwirkungen verbunden. Die Gefäßerweiterung ist vom Sportler beabsichtigt um einen stärkeren Pump zu erzielen.

 

4. Einnahme

Die Einnahme von L-Arginin sollte in einer Dosis von 3-5 g vor dem Training erfolgen. An trainingsfreien Tagen bleibt es dem Sportler frei zu entscheiden, es sind jedoch keine großen Unterschiede wahrzunehmen.

Die Einnahme eines Boosters vor dem Training reicht aus um von der Aminosäure zu profitieren.

Da L-Arginin auch in nahezu jedem Pre Workout enthalten ist, ist es nicht nötig weitere L-Arginin Supplemente zu kaufen.